LSK Aktuell: Kleingartenwesen-News aus Sachsen

Landesgartenschau 2027: LSK besucht künftiges Kleingarten-Areal

in LV Sachsen

Kleingärten, Hochbeete und frisches Obst: Der LSK gibt Einblicke in sein Ausstellungsareal bei der Landesgartenschau 2027 in Aue-Bad Schlema.

Am 24. April 2027 öffnet die Landesgartenschau in Aue-Bad-Schlema ihre Tore. Im 21 Hektar großen Kurpark rund um das Radon-Heilbad Actinon herum warten zahlreiche grüne Überraschungen, Themenbereiche und mehr als 4.400 Quadratmeter Blumenrabatte auf Besuchende. Nah am Eingang des Geländes werden Gäste auch den Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V. besuchen können. Rund 255 Tage vor Start der Landesgartenschau war es für Vertreterinnen und Vertreter des LSK an der Zeit, die aktuellen Arbeiten am eigenen Areal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Landesgartenschau 2027 in Aue-Bad Schlema - Logo

Landesgartenschau 2027 in Aue-Bad Schlema mit dem LSK

Am sonnigen Vormittag des 12. August 2026 trafen sich LSK-Präsident Tommy Brumm, Landesfachberater Jörg Krüger, Nicole Rehm vom Kreisverband Aue/Stollberg der Kleingärtner e.V., Grit Keßler vom Verband der Kleingärtner Schwarzenberg e.V. und weitere Vertreterinnen des LSK mit Jens Gößner, dem Bauleiter der Landesgartenschau 2027. Mit diesem gingen die Kleingärtnernden nicht nur den Standort der Kleingartenfläche auf dem Papier durch, sondern besuchten das Areal auch direkt vor Ort.

Noch ist nicht viel zu sehen, die Arbeiten zur Vorbereitung der Anpflanzungen sind noch in vollem Gange. Bald ist es jedoch so weit und es entsteht nach und nach ein kleines Kleingartenparadies am Rand des Kurparks in Bad-Schlema. Am Rand sind die Kleingärtnernden jedoch keineswegs zu finden. Denn die Fläche liegt direkt am Rundweg nahe dem Eingang und führt die Besuchenden auf direktem Weg zu frischem Obst und Gemüse aus eigener Ernte. Die Pläne für die Bepflanzung und Gestaltung der Fläche sehen verschiedene Beetvarianten wie Hügel- und Hochbeete, Staudenbeete, Obststräucher und mehr vor. Auch eine Gartenlaube und Optionen zum Wassersammeln im Kleingarten wird es als Anschauungsobjekte geben.

Fotos: Kraneis

Tagebau-Erbe für Kleingärtnernde besondere Herausforderung

Der Kurpark in Bad Schlema und die Flächen der Landesgartenschau 2027 stehen vor einem schweren Erbe. Denn das Gebiet war bis 1990 stark vom Uran-Tagebau geprägt und wurde seitdem auf den alten Abraumhalten nach und nach wiederhergestellt. Die starke Bodenbelastung macht umfangreiche Erdarbeiten jedoch schwierig, sodass die Planer und teilnehmenden Akteure kreativ werden müssen. Deswegen setzen die Kleingärtnernden auf ihrer Ausstellungsfläche vor allem auf Anbauarten, die keine tiefen Erdarbeiten notwendig machen und sich eher oberirdisch bewegen. Hügelbeete, Hochbeete und Co. zeigen, dass auch in Bad Schlema Obst und Gemüse angebaut werden kann und das historische Erbe kein Hindernis darstellt.

Besuchende können die Landesgartenschau 2027 von Ende April bis Anfang Oktober besuchen und barrierefrei über vielfältige Wege und grüne Ausstellungsflächen schlendern. Zu erreichen ist die Schau unter anderem mit der C13 über den Bahnhof Niederschlema, in dessen historischen Bahnhofsgelände die Blumenhalle mit 18 Floristik- und Raritätenschauen stattfindet. Von dort können Besuchende das rund 2 Kilometer entfernte Landesgartenschaugelände entweder zu Fuß über die neu gestalte „Grüne Spur“ erreichen oder per Shuttle-Bus zurücklegen. Parkplätze für die Anreise mit dem PKW sind ebenfalls vorhanden.

Carmen Kraneis
Landesgartenschau Aue-Bad Schlema 2027 – Blütenpracht im Erzgebirge