LV Sachsen Aktuell

Unsere Preisträger beim Landeswettbewerb „Gärten in der Stadt“ 2021

in LV Sachsen 29. November 2021

„Waldfrieden“ Freiberg ist der Landesmeister

Von ps

3 Min. Lesedauer

Am letzten Oktober-Sonnabend wurde das Geheimnis endlich gelüftet – bei einer feierlichen Abschlussveranstaltung in Dresden wurden die Teilnehmer, Sieger und Platzierten des Landeswettbewerbs „Gärten in der Stadt“ 2021 geehrt. Und gewonnen haben schließlich alle elf teilnehmenden Kleingärtnervereine, auch wenn der eine oder andere mit seinem Abschneiden vielleicht ein wenig unzufrieden oder überaus positiv überrascht war. Obwohl es mit ihrem großen Engagement alle Vereinsvorstände verdient hätten, hier abgebildet zu werden, müssen wir uns auf dieser Seite aus Platzgründen mit den Fotos der Vertreter der sechs ausgezeichneten KGV begnügen.

Preisträger - Platz 1 bis 3

(Bild 1) So sehen Sieger aus, obwohl sie mit einem solchen Erfolg überhaupt nicht gerechnet hatten: Die Freiberger Kleingärtner vom KGV „Waldfrieden“ um den Vereinsvorsitzenden Sven Halfter planen nicht nur wegen des Preisgeldes bereits weitere Projekte in ihrer Anlage.
(Bild 2) Zu den ersten Gratulanten, die den Vorsitzenden Holger Große und Schatzmeister Edgar Haase vom KGV „Kultur” Leipzig zur sächsischen Vizemeisterschaft beglückwünschten, gehörte Leipzigs Bürgermeister Heiko Rosental (2.v.l.), Beigeordneter für Umwelt, Klima, Ordnung und Sport.
(Bild 3) Der KGV „Flora I“ Dresden wollte seinen Titel aus dem Jahre 2017 verteidigen und wurde „nur“ Dritter. Trotzdem läuft der Verein im nächsten Jahr auch im Bundeswettbewerb auf und bewirbt sich erneut um Edelmetall. Fotos: ps

Preisträger - Sonderpreis

(1) Für den KGV „Zur Weinau“ Zittau nahm Verbandsvorsitzender Gerhard Schlender die Ehrung mit einem Sonderpreis entgegen.
(2) Wildblumenwiese, Patenschaften für leer stehende Parzellen und das rege Vereinsleben brachten dem KGV „Glück auf“ Brand-Erbisdorf einen Sonderpreis ein.
(3) Erst 2019 wurde der KGV „Kühler Grund“ Fraureuth Mitglied im Regionalverband Werdau-Glauchau und erhielt jetzt für seine Anstrengungen bei der Bewältigung des demografischen Wandels einen Sonderpreis. Fotos: ps

Der KGV „Waldfrieden“ Freiberg wurde am letzten Oktober-Sonnabend als bester sächsischer Kleingärtnerverein ausgezeichnet. Bei der festlichen Abschlussveranstaltung des Landeswettbewerbs „Gärten in der Stadt“ 2021 unter dem Motto „Kleingärten: Stadtgrün trifft Ernteglück“ kamen die KGV „Kultur“ Leipzig und „Flora I“ Dresden auf die Plätze.

Damit haben sich diese drei KGV für die Teilnahme am 25. Bundeswettbewerb “Gärten im Städtebau” 2022 qualifiziert und werden dann die sächsischen Landesfarben würdig vertreten. Zudem wurden drei KGV im ländlichen Raum für ihre Anstrengungen bei der Bewältigung des demografischen Wandels geehrt.

Der Siegerverein mit seinen 154 Parzellen überzeugte nicht nur mit einer guten kleingärtnerischen Nutzung des Pachtlandes. Der aktive Vorstand um den jungen Vorsitzenden Sven Halfter versteht es, mit interessanten Projekten das Kleingartenwesen in das kommunale Leben einzubinden und zahlreiche Besucher in diese grüne Oase zu locken.

In jüngerer Vergangenheit wurde gemeinsam mit dem regionalen Kinderschutzbund ein Bienengarten mit mehreren Kleinbiotopen gestaltet. Bei „Tagen der offenen Tür“ erklärt und zeigt der Imker den Interessenten, welche Arbeiten er bei der Bienenhaltung erledigen muss und wie er den süßen Honig gewinnt.

In den Kleingärten ringsum sind inzwischen zusätzliche Blühwiesen für Insekten entstanden. Im größten Garten der Anlage wird derzeit ebenfalls gemeinsam mit dem Kinderschutzbund ein Kindergarten-Garten gestaltet – mit Beeten für die Mädchen und Jungen, mit Kräuterspirale und Naschobstbäumchen.

Kleingartenwesen in einem großen grünen Verband verankert

LSK-Präsident Tommy Brumm wertete die Ergebnisse des Landeswettbewerbs aus. Foto: ps

Das Kleingartenwesen wird in Sachsen als Teil des öffentlichen Grüns sehr unterschiedlich gelebt, wobei die ökologische Bewirtschaftung der Parzellen im Einklang mit der Natur mehr denn je im Mittelpunkt unserer Aktivitäten steht“, erklärte in seiner Einschätzung der Ergebnisse LSK-Präsident Tommy Brumm vor insgesamt 70 Teilnehmern. „Diese Auflage des Leistungsvergleichs hat eindrucksvoll belegt, dass unsere fast 200.000 Pächterfamilien in einem großen grünen Verband verankert sind und sich zu nehmend der naturnahen Erzeugung von Gemüse und Obst für den Eigenbedarf verschrieben haben.

Zuvor hatte Staatsminister Wolfram Günther in einem per Videobotschaft übermittelten Grußwort die vielgestaltigen Initiativen der sächsischen Kleingärtner für Natur, Umwelt und das urbane Leben in den Kommunen gewürdigt. „Die sächsischen Kleingärten sind ein wichtiger Bestandteil der städtebaulichen Entwicklung und leisten einen enormen Beitrag zu einem gesunden Stadtklima und sorgen für eine hohe Lebensqualität der Bürger“, hatte er unterstrichen und versichert, dass sein Staatsministerium auch mithilfe der Sächsischen Gartenakademie die Entwicklung des Kleingartenwesens im Freistaat weiterhin unterstützen werde.

(1) Als Vertreterin des Staatsministeriums für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft nahm Carola Kunze (M.) an der Abschlussveranstaltung teil.
(2) LSK-Präsident Tommy Brumm bedankte sich bei den Mitgliedern der Bewertungskommission Frank Sander, Anja Seliger und Jürgen Kluge (v.l.) für ihre Tätigkeit. Fotos: ps

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