Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau“ 2026: Bundesjury besucht Sachsens Teilnehmer
Die Bundesjury besuchte drei sächsische Kleingartenvereine im Wettbewerb und würdigte innovative Konzepte für Gemeinschaft, Nachhaltigkeit sowie Klima- und Naturschutz.
Am 29. und 30. Juni 2026 standen die sächsischen Teilnehmer des 26. Bundeswettbewerbs „Gärten im Städtebau“ im Mittelpunkt. Die Bewertungskommission des Bundesverbandes der Kleingartenvereine Deutschlands (BKD) bereiste die drei nominierten Kleingartenvereine, die Sachsen auf Bundesebene vertreten. Unter der Leitung von Bundesfachberater Torsten Kleinworth verschaffte sich die Jury vor Ort einen umfassenden Eindruck von den Anlagen, den Vereinskonzepten und dem Engagement der Mitglieder.
Mit dem Wettbewerb werden Kleingartenvereine ausgezeichnet, die nicht nur durch gepflegte Gärten überzeugen, sondern auch mit nachhaltigen Ideen, einem aktiven Vereinsleben sowie ihrem Beitrag zum Klima- und Naturschutz und zum gesellschaftlichen Miteinander. Das Wettbewerbsmotto „Cool und gemeinsam statt hitzig und einsam“ wurde von allen drei Vereinen auf ganz unterschiedliche Weise interpretiert und eindrucksvoll umgesetzt.
Drei Vereine – drei individuelle Konzepte
Den Auftakt der Jurybereisung bildete der KGV „Waldesluft“ Grüna e.V. im Regionalverband Chemnitz Land. Der Verein beeindruckte vor allem durch seinen außergewöhnlich starken Gemeinschaftsgedanken. Statt klassischer Abgrenzungen prägen offene Strukturen das Bild der Anlage. Gemeinschaftlich genutzte Einrichtungen wie ein Gerätepool, ein zentraler Kompostplatz sowie Mehrgenerationengärten fördern den Austausch unter den Mitgliedern. Ergänzt wird das Konzept durch eine Museumslaube, die die Geschichte des Kleingartenwesens erlebbar macht und den Verein auch für Besucherinnen und Besucher attraktiv gestaltet.
Fotos: Brumm / Reimann
Am zweiten Tag stellte sich der KGV Dresden-West e.V. der Bundesjury vor. Mit seinen ca. 340 Kleingärten zählt er zu den größeren Anlagen Sachsens. Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen Themengärten, die ehrenamtlich gepflegt und kontinuierlich weiterentwickelt werden. Umfangreiches Informationsmaterial, eine konsequent kleingärtnerische Nutzung der Parzellen sowie ein vielfältiges soziales Engagement weit über die Vereinsgrenzen hinaus machten deutlich, welchen Beitrag der Verein für das Gemeinwesen leistet. Die Verbindung von gärtnerischer Qualität und gesellschaftlichem Engagement hinterließ bei der Jury einen nachhaltigen Eindruck.
Fotos: Jens Fischer
Als dritter Teilnehmer präsentierte sich der KGV „ARONIA“ e.V.. Hier steht das Motto „Natur im Garten“ im Mittelpunkt des gesamten Vereinskonzeptes. Zahlreiche Einzelprojekte zeigen, wie sich Pflanzenschutz, Kreislaufwirtschaft, Biodiversität und naturnahes Gärtnern miteinander verbinden lassen. Lebensräume für Tiere und Insekten, ressourcenschonende Bewirtschaftung sowie ökologische Maßnahmen sind fester Bestandteil des Vereinslebens und verdeutlichen, wie moderner Klima- und Naturschutz in Kleingartenanlagen erfolgreich umgesetzt werden kann.
Fotos: Jens Fischer / Reimann
Vielfalt als große Stärke des sächsischen Kleingartenwesens
Ob Gemeinschaftsgarten, soziale Verantwortung oder naturnahe Bewirtschaftung – die drei sächsischen Teilnehmer könnten unterschiedlicher kaum sein. Gerade diese Vielfalt macht den Reiz des Bundeswettbewerbs aus. Jeder Verein setzt eigene Schwerpunkte und zeigt auf seine Weise, wie Kleingärten einen wichtigen Beitrag für lebenswerte Städte und Gemeinden leisten können.
Auch Bundesfachberater Torsten Kleinworth würdigte das Engagement aller Teilnehmer. Sein Fazit lautete: „Für mich sind alle Vereine Gewinner, die sich dem Wettbewerb stellen.“ Dieser Einschätzung schloss sich auch die sächsische Delegation an. Angesichts der hohen Qualität und der völlig unterschiedlichen Konzepte sei eine Platzierung kaum vorherzusagen.
Unabhängig vom späteren Wettbewerbsergebnis haben die drei Vereine eindrucksvoll bewiesen, wie zukunftsfähig das sächsische Kleingartenwesen aufgestellt ist. Sie stehen stellvertretend für das große ehrenamtliche Engagement tausender Kleingärtnerinnen und Kleingärtner im Freistaat und zeigen, dass Kleingärten weit mehr sind als Orte der Erholung: Sie sind Begegnungsstätten, grüne Oasen für den Klimaschutz und wichtige Bestandteile einer nachhaltigen Stadtentwicklung.
Der Landesverband Sachsen der Kleingärtner bedankt sich bei allen beteiligten Vereinen, den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie den Mitgliedern der Bundesjury für den konstruktiven Austausch und wünscht den drei sächsischen Teilnehmern viel Erfolg im weiteren Verlauf des 26. Bundeswettbewerbs „Gärten im Städtebau“.
Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau“ 2026
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