NABU und LSK stärken gemeinsam den Artenschutz
NABU Sachsen und LSK bündeln Kräfte für mehr Natur- und Artenschutz
Erste Beratung des NABU (Naturschutzbund Deutschland) Landesverband Sachsen e.V. mit dem Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V. am 24. September 2026 in Leipzig
Eine gemeinsame Anhörung im Sächsischen Landtag am 30. April 2026 zum Thema Igelschutz und Kleinwirbeltiere war der Auslöser gemeinsame Positionen abzustimmen. Am Treffen am 24. September 2026 in Leipzig nahmen seitens des NABU-Landesverband Sachsen e.V. die Landesvorsitzende Dr. Maria Vlaic und der 2. Stellvertretende Landesvorsitzende René Sievert teil. Vom Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V. waren Präsident Tommy Brumm, Landesfachberater Jörg Krüger und Schriftführer Ralf-Dirk Eckhardt vor Ort.

Von links: Dr. Maria Vlaic, Landesvorsitzende des NABU Sachsen, René Sievert, 2. Stellvertretender Landesvorsitzender des NABU Sachsen, Jörg Krüger, Landesfachberater, Ralf-Dirk Eckhardt, Schriftführer und Tommy Brumm, Präsident des Landesverbandes Sachsen der Kleingärtner.
NABU und LSK setzen sich gemeinsam für den Igelschutz ein
Bereits beim Gespräch im Sächsischen Landtag im April 2026 hatten wir festgestellt, dass es viele gemeinsame Interessen gibt und sich beide Verbände gegenseitig unterstützen und ergänzen können. Schon das Thema Igelschutz ist ein weites Feld für die Zukunft und Kleingartenanlagen sind ein gut geeigneter Rückzugsort für diese mittlerweile bedrohte Spezies. Beide Verbände wollen sich stark machen, damit auch unsere Enkel noch diese kleinen Insektenfresser erleben dürfen.
In den Kleingartenanlagen profitieren Igel vor allem von einer naturnahen Gestaltung, einer hohen Insektendichte und Laub- und Totholzhaufen als Rückzugsorte. Strukturen, die sich in den urbaneren Gebieten immer seltener finden lassen. Aber auch der Klimawandel und eine zu intensive Gartenbewirtschaftung durch Mähroboter und Co. setzen den kleinen Säugern zu. Werden wir jetzt nicht aktiv, könnte der Igel nicht nur bald als unseren Gärten verschwinden, sondern das ganze Ökosystem zerstören. Denn Igel sorgen nicht nur für die Regulierungen bestimmter Schädlinge wie Schnecken, Raupen und Käfer, sie sind zudem für andere Tiere wie Dachs, Uhu und Fuchs ein wichtiger Teil der Nahrungskette.
Kleingärten als wichtiger Lebensraum für Artenvielfalt
Dass Kleingartenanlagen einen bedeutenden Beitrag zum Artenschutz leisten und im Vergleich zu anderen Grünflächen eine hohe Artendichte aufweisen, haben auch die Vertreterinnen und Vertreter des NABU erkannt. Deshalb sind Zusammenarbeiten wie die zwischen dem LSK und dem Naturschutzbund Deutschland so wichtig, um diese Vielfalt zu erhalten, zu schützen und zu fördern.
Dafür stehen in Zukunft verschiedene Maßnahmen auf der Agenda, die nicht nur die Partnerschaft stärken, sondern Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern Werkzeuge und Fachwissen für den aktiven Schutz des Naturraums Kleingarten an die Hand geben. Geplant sind unter anderem die gezielte Einbindung entsprechender Themen und Praxisbeispiele in die Fachberaterausbildung, sodass die Fachfrauen und -männer von Anfang an wissen, wie sie Artenschutz und Diversität im eigenen Verein umsetzen können.
Außerdem planen der LSK und der NABU eine enge Zusammenarbeit beim Schutz von Igeln und Kleinsäugern, sodass diese auch weiterhin in den Kleingartenanlagen und Gärten den Rückzugsort finden, den sie so dringend brauchen.
Naturnahe Gärten fördern Igel, Vögel und Insekten
Die mehrmals im Jahr stattfindenden Vogelzähl-Aktionen, bei denen der NABU durch die Mithilfe der Bevölkerung den Status der heimischen Vogelpopulationen erkennen kann, werden ebenfalls ausgebaut und stärker in den Kleingärten durchgeführt. Neben Igeln und Insekten sind auch Vögel auf die Parzellen und ihre Insektenvielfalt angewiesen, um langfristig genug Nahrung und Brutplätze zu finden.
Die vom LSK priorisierte naturnahe Gestaltung der Anlagen, die Auswahl heimischer Blühpflanzen, der Verzicht auf chemische Vernichtungsmittel und die Förderung von Biotopen sorgen dafür, dass sich Insekten, Schmetterlinge, Wildbienen, Käfer und andere Krabbeltiere besonders wohlfühlen. Davon profitieren nicht nur die Tierchen selbst, sondern auch andere Teile der Nahrungskette. Zum Beispiel Wildvögel, Igel und Co. Die Kleingärten sind so für alle Tiere ein wichtiger Bereich im städtischen und ländlichen Raum, in dem diese nach wie vor geschützte Bedingungen ohne Pestizide, invasive Maßnahmen und eine ungeeignete Pflanzenauswahl finden. Dem LSK und dem NABU ist es wichtig, diese zu erhalten.
Kooperationsvertrag soll gemeinsame Ziele verbindlich machen
Damit die Maßnahmen und Ziele für alle Seiten verbindlich sind, ist in naher Zukunft ein Kooperationsvertrag zwischen LSK und NABU geplant.
Naturschutzbund Deutschland Landesverband Sachsen e.V.
Weiteres Interessantes an Verbandsnachrichten
Kostenlos abonnieren: Unser Kleingarten
- Gartentipps, Vereinsinformationen und Neuigkeiten aus der sächsischen Kleingartenwelt direkt in Ihr Postfach.
- Kostenlos • Jederzeit abbestellbar














