LSK Aktuell: Kleingartenwesen-News aus Sachsen

Regionalkonferenzen in ganz Sachsen gehen Herausforderungen des Kleingartenwesens an

in LV Sachsen

Austausch über aktuelle Herausforderungen und gemeinsame Lösungen für Sachsens Kleingartenverbände

Regelmäßig sucht der LSK das Gespräch mit den Stadt-, Regional- und Territorialverbänden, um über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen zu sprechen. Dabei kommen nicht nur Aspekte des sächsischen Kleingartenwesens zur Sprache, sondern auch derzeitige Hürden im Tagesgeschäft der Geschäftsstellen. Im August und September trafen sich die Teilnehmenden der Regionalkonferenzen in Delitzsch, Görlitz und Frankenberg zu Gesprächen.

Regionalkonferenzen in Nord-, West- und Ostsachsen

Den Anfang machten die Verbände der Region Nordsachsen, darunter Leipzig und Torgau, die sich am 24. August 2026 in der Geschäftsstelle des Kreisverband der Kleingärtner Delitzsch e.V. in Delitzsch trafen. Weiter ging es am 31. August 2026 mit den Verbänden aus Ostsachsen, etwa Dresden und Bautzen, in Görlitz. Den Abschluss bildeten die Verbände aus Westsachsen, die sich am 2. September 2026 im alten Bahnhof in Frankenberg zusammenfanden. Zu den westsächsischen Verbänden zählen zum Beispiel Chemnitz, Plauen und Aue/Stollberg. Zu den Regionalkonferenzen trafen sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsverbände und regten informative Gespräche und Diskussionen an. Dabei wurde deutlich, dass die Herausforderungen im alltäglichen Geschäft vielerorts ähnlich sind, sich zum Teil jedoch auch stark unterscheiden.

Während die Stadtverbände eher mit angriffslustigen Investoren kämpfen, die ein Auge auf die oft in gewinnbringenden Lagen bestehenden Kleingartenanlagen werfen, haben es die ländlichen Regionen stärker mit einem hohen Leerstand zu tun. Die Abwanderung der Menschen in die Städte oder gar andere Bundesländer sowie das sinkende Interesse am Kleingartenwesen sind jedoch überall spürbar. Umso wichtiger ist der gemeinsame Austausch, der nicht nur das gegenseitige Verständnis stärkt, sondern auch viele Ideen und Lösungen mit sich bringt. In den Konferenzen wurde deutlich, wie sehr das gemeinsame Miteinander das sächsische Kleingartenwesen stärkt und Synergien schaffen kann

Fotos: Kraneis

Alltagsgeschäft in den Geschäftsstellen im Blick

Weitere wichtige Punkte waren die Unterstützung bei der Einführung und Umsetzung des Verwaltungsprogramms Gartenbund Pro, den neuen Richtlinien für die Wertermittlung und die Neufassung der Rahmenkleingartenordnung. Bei dieser wünschen sich viele der Teilnehmenden eine Reduzierung der Regelungen und Vorgaben, um mehr junge Interessierte für die Kleingärten zu begeistern. LSK-Präsident Tommy Brumm und die Zuständigen des LSK stehen diesem Ansinnen positiv gegenüber, gaben jedoch auch zu bedenken, dass eine zu starke Aufweichung der Vorgaben vermieden werden muss, um die Schutzfunktion der RKO und des Bundeskleingartengesetzes zu erhalten. In den nächsten Wochen und Monaten werden sich die Arbeitsgruppen und Verantwortlichen intensiv mit den Vorschlägen befassen und die RKO nach und nach anpassen.

Außerdem wird es in Zukunft ein angepasstes Schulungskonzept für die Geschäftsstellen geben, um diese gezielt auf die sich ändernden Herausforderungen vorzubereiten. So stehen zum Beispiel Themenkonferenzen mit einer kleinen Anzahl an Teilnehmenden auf der Agenda, die das gemeinsame Gespräch und die Diskussion fördern sollen. Themen wie Digitalisierung, Kommunalrecht und Fördermöglichkeiten für Verbände und Vereine sollen helfen, dass alltägliche Geschäft zu erleichtern und die zum Teil im Ehrenamt geleistete Verbandsarbeit zu entlasten.

Carmen Kraneis
Moderne Kleingartenverwaltung - Software "Gartenbund Pro"