Aktuelle Gartentipps

Aktuelle Gartentipps

OBST, GEMÜSE, ZIERPFLANZEN & ZIERGEHÖLZE IM KLEINGARTEN

Mai 2021

Von der Blumenwiese bis zum Fruchtholz-Trick

Auf der Fensterbank vorkultivierte Sommerblumen wie die Studentenblume müssen vor dem Auspflanzen an die frische Luft gewöhnt und deshalb abgehärtet werden. Foto: Rolf Handke/Pixelio

Sammeln Sie regelmäßig Schnecken ab. Sägemehl-Ringe schützen junge Bohnen, Dahlien und Rittersporn. Bauen Sie Schneckenzäune um Ihre Aussaaten.

Im Mai können Sie noch neuen Rasen oder eine Blumenwiese anlegen. Frisch gesäte Flächen müssen feucht gehalten werden, bis das junge Grün gleichmäßig ausgetrieben ist.

Eisheilige (12. bis 15. Mai) abwarten. Ab Mitte Mai kann man die im Frühbeet oder auf der Fensterbank vorkultivierten Sommerblumen auspflanzen. Sie müssen aber vorher abgehärtet, also ein paar Stunden lang an die frische Luft gewöhnt werden. Vor allem Sommerastern, Studentenblumen, Zinnien und andere reagieren empfindlich auf einen zu schnellen Übergang.

An neu gepflanzten Obstgehölzen alle Blüten entfernen: Im Pflanzjahr schwächt Fruchtbildung das Wachstum junger Obstbäume. Deshalb verhindert man, dass sich Früchte entwickeln.

Verblühte Tulpen kappen: Damit die Tulpen keine Samen ansetzen, schneidet man ihre Köpfe direkt nach dem Verblühen ab.

Frisch gepflanzte immergrüne Gehölze schattieren: Solange die Gehölze nicht eingewachsen sind, sollte man sie vor Sonne schützen.

Gehölze und Sträucher. Samthortensien (H. aspera ssp. sargentiana) blühen nur kräftig, wenn man sie richtig zurückschneidet. Die Pflanzen blühen an den Spitzen der Triebe, die im vergangenen Jahr gewachsen sind. Frieren diese im Winter ab oder wird jetzt zu tief zurückgeschnitten, bleibt die Blüte in diesem Sommer aus. Deshalb nach den Eisheiligen stets nur die alten Blütenstände und Abgestorbenes entfernen.

Bodenpflege rund um Rosen. Damit Rosen gesund bleiben und üppig blühen, brauchen sie einen tiefgründigen, durchlässigen Boden. Schwere Böden sollten um die Pflanze herum öfter mit einer Rosengabel gelockert werden. Stechen Sie die Gabel im Abstand von 20 cm in den Boden und rütteln Sie sie ein paar Mal.

Baumscheiben halten Obstbäume vital. Obstbäume ernähren sich nicht über die tief in den Boden gehenden Wurzeln, sondern über ein feines Wurzelgeflecht, das sich dicht unter der Oberfläche und etwa bis zum Rand der Krone erstreckt. Damit genug Luft und Wasser an die feinen Wurzeln kommt, ist eine Baumscheibe nötig, die am besten so groß ist wie die Krone. Mulchen Sie die Baumscheibe mit Grasschnitt oder säen Sie auf der Baumscheibe Kapuzinerkresse oder Steinklee aus.

Der Trick mit dem Fruchtholz. Damit Sie möglichst viele Äpfel von Ihrem Apfelbaum ernten können, braucht dieser viele waagerechte Triebe. Denn nur an diesen bildet sich Fruchtholz. An steil nach oben wachsenden Trieben, den sogenannten Wasserschossern, entwickeln sich nur Blattknospen, keine Blüten – und somit auch keine Früchte. Deshalb sollten Sie jetzt steil stehende Triebe entweder entfernen oder – wie bei jungen Bäumen – in die Waagerechte bringen. Dazu kann man sie binden, mit Gewichten beschweren oder mit Hölzchen abspreizen.

Ökotipp des Monats: Seinen Garten sollte man nicht zu sehr mit exotischen Gehölzen bepflanzen. Einheimische Vögel finden hier ansonsten weder Nahrung noch Unterschlupf oder Schutz.

Erik Behrens, Gartenfachberater
Zertifizierter Pflanzendoktor

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