Aktuelle Gartentipps

Aktuelle Kleingartentipps im Januar

OBST, GEMÜSE, ZIERPFLANZEN & ZIERGEHÖLZE IM KLEINGARTEN

Was spätestens im Januar im Garten zu tun ist

Ökotipp des Monats

Hochwertigen Kompost muss man nicht auf dem ganzen Beet verteilen. Es genügt, wenn man damit die Pflanzrillen düngt.

Hochwertiger Kompost vom eigenen Komposthaufen oder mit dem nach wie vor beliebten Pferdemist ist für uns Kleingärtner Gold wert, um unsere Pflanzen ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen. Foto: M. Großmann/pixelio.de

Meist passiert es bei der Ernte: Man verletzt die Rinde, ohne es zu merken. Die Wunden sind Pforten für den Obstbaumkrebs – eine Pilzinfektion, die sich schon ein paar Wochen nach der Ernte bemerkbar macht. Am Anfang erkennen wir platte Stellen, die Rinde fällt ein oder blättert ab. Auf diese Symptome sollten Sie Ihre Bäume spätestens jetzt kontrollieren.

Vorbeugen gegen den Obstbaumkrebs
Um zu sehen, wie weit der Pilz bereits ins Holz gewandert ist, muss man mit einem scharfen Gärtnermesser – einer Hippe – die Wunde ausschneiden. Wenn rund um die Infektion noch ein Rand mit weißem, also gesundem Holz zu sehen ist, muss der Ast nicht völlig abgeschnitten werden. Wenn die Äste tot und trocken sind, hat man leider keine andere Möglichkeit, als die Äste komplett abzuschneiden. Starke Äste werden „auf Astring“ abgesägt: Der Schnitt wird weder parallel zum Stamm geführt noch mehrere Zentimeter entfernt vom Stamm, sondern leicht schräg entlang des Astrings. So bleibt die Wunde so klein wie möglich, und der Baum schafft es, sie zu schließen. Bei sehr kleinen Infektionsherden reicht es, die Wunde auszuschneiden. Sind stammferne Astpartien befallen, kann man auf einen gesunden Seitenzweig „ableiten“.

Tote Äste immer komplett absägen
Legen Sie die Säge in den Astwinkel. Führen Sie sie so, dass sie den kürzesten Weg durch den Ast nimmt, also am Astring entlang. Die braune Mitte ist nicht krank! Das ist das Splintholz, der dunkle Kern des Holzes. Der Baum schließt die Wunde vom Wundrand nach innen. Ein Wundverschlussmittel ist auch bei dicken Ästen nicht nötig.

Immergrüne Gehölze an Tagen ohne Frost wässern
Rhododendron, Buchs sowie alle anderen immergrünen Gehölze müssen bei trockener Witterung gegossen werden. Warten Sie auf frostfreie Tage, damit das Wasser auch an die Wurzeln gelangt. An sehr sonnigen Wintertagen schützt Vlies die immergrünen Pflanzen vor starker Verdunstung.

Eisdecke im Teich off enhalten
Ist der Gartenteich tiefer als 80 bis 90 cm, friert er im Winter nicht bis zum Grund durch. Damit die Fische und Amphibien darin genug Sauerstoff bekommen, muss in der Eisdecke ein Loch offengehalten werden. Legen Sie dazu eine Styroporkiste auf die Wasseroberfläche oder kaufen spezielle Eisfreihalter aus Styropor.

Erik Behrens, Gartenfachberater
Zertifizierter Pflanzendoktor

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(DINA4, 1 Seite)