Aktuelle Gartentipps

Aktuelle Gartentipps

OBST, GEMÜSE, ZIERPFLANZEN & ZIERGEHÖLZE IM KLEINGARTEN

Mai 2022

Schnecken sammeln und Baumscheiben mulchen

Mit dem Absammeln der Schnecken von unseren Beeten sollten wir nicht bis zum massenweisen Auftreten dieser Plagegeister warten. Foto: M. Großmann/Pixelio.de

Sammeln Sie regelmäßig Schnecken. Sägemehl-Ringe schützen junge Bohnen, Dahlien und Rittersporn. Bauen Sie Schneckenzäune um Ihre Aussaaten. Bei starkem Befall hilft das umweltfreundliche Schneckenkorn „Ferramol“ (von Neudorff, im Gartencenter erhältlich).

Im Mai können Sie noch neuen Rasen oder eine Blumenwiese anlegen. Frisch gesäte Flächen müssen feucht gehalten werden, bis das junge Grün gleichmäßig ausgetrieben ist.

An neu gepflanzten Obstgehölzen alle Blüten entfernen: Im Pflanzjahr schwächt Fruchtbildung das Wachstum junger Obstbäume. Deshalb verhindert man, dass sich Früchte entwickeln.

Verblühte Tulpen kappen. Damit die Tulpen keine Samen ansetzen, schneidet man ihre Köpfe direkt nach dem Verblühen ab.

Samthortensien schneiden. Samthortensien (H. aspera ssp. sargentiana) blühen nur kräftig, wenn man sie richtig zurückschneidet. Die Pflanzen blühen an den Spitzen der Triebe, die im vergangenen Jahr gewachsen sind. Frieren diese im Winter ab oder wird jetzt zu tief zurückgeschnitten, bleibt die Blüte in diesem Sommer aus. Deshalb nach den Eisheiligen stets nur die Blütenstände und Abgestorbenes entfernen.

Bodenpflege rund um die Rosen. Damit Rosen gesund bleiben und üppig blühen, brauchen sie einen tiefgründigen, durchlässigen Boden. Schwere Böden sollten um die Pflanze herum öfter mit einer Rosengabel gelockert werden. Stechen Sie die Gabel im Abstand von 20 cm in den Boden und rütteln Sie sie ein paar Mal.

Baumscheiben halten Obstbäume vital. Obstbäume ernähren sich nicht über die tief in den Boden gehenden Wurzeln, sondern über ein feines Wurzelgeflecht, das sich dicht unter der Oberfläche und etwa bis zum Rand der Krone erstreckt. Damit sowohl genug Luft als auch Wasser an die feinen Wurzeln kommt, ist eine Baumscheibe nötig, die am besten so groß ist wie die Krone. Mulchen Sie die Baumscheibe mit Grasschnitt.

Beerensträucher unbedingt mulchen. Die meisten unserer Beerensträucher kommen ursprünglich in Wäldern vor und zählen zu den Mullbodenpflanzen. Ihre Wurzeln wachsen sehr flach. Im Garten wollen sie an sonnigen Plätzen stehen, ihre Wurzeln brauchen aber einen stets feuchten und humosen Boden. Damit der Boden langfristig feucht bleibt, wird gemulcht. Dazu bedeckt man die Erde mit Stroh, Rindenkompost oder Laub. Das gilt auch für Erdbeerpflanzen, deren Früchte bei Erdkontakt leicht faulen.

Der Trick mit dem Fruchtholz. Damit Sie möglichst viele Äpfel von Ihrem Apfelbaum ernten können, braucht dieser viele waagerechte Triebe. Denn nur an diesen bildet sich Fruchtholz. An steil nach oben wachsenden Trieben, den so genannten Wasserschossern, entwickeln sich nur Blattknospen, keine Blüten und somit auch keine Früchte. Deshalb sollten Sie jetzt steil stehende Triebe entweder entfernen oder – wie bei jungen Bäumen – in die Waagerechte bringen. Dazu kann man sie binden, mit Gewichten beschweren oder mit Hölzchen abspreizen.

Frühjahrsruten an Himbeeren kappen. Die Himbeeren haben ihren Winterschlaf beendet. An den Ruten des vergangenen Jahres sprießen Blätter und Seitenknospen, später reifen hier die Himbeeren. Zwischen den alten Ruten treiben aber bereits junge Ruten aus dem Boden. An ihnen fruchten die Himbeeren im nächsten Jahr.

Ökotipp des Monats: Seifenkraut lockt Schmetterlinge an. Wer seltene und nur nachts schwärmende Schmetterlinge anlocken will, sollte in seinem Garten echtes Seifenkraut halten. Es beginnt erst am späten Abend stark zu duften.

Erik Behrens, Gartenfachberater
Zertifizierter Pflanzendoktor

Vereinsschaukasten

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(DINA4, 1 Seite)