„European Award for Ecological Gardening 2025“ – naturnaher Dresdner Kleingärtnerverein „ARONIA“ erhält Recognition-Award
Naturnahes Gärtnern aus Dresden überzeugt internationale Jury
2025 fand der Wettbewerb um den „European Award for Ecological Gardening“ zum sechsten Mal statt. Seit 2015 haben sich über dreihundert Projekte an diesem Leistungsvergleich beteiligt. Der Preis hebt kreative, innovative und wirkungsvolle Initiativen hervor, fördert den Austausch bewährter Praktiken und motiviert zur Weiterentwicklung nachhaltiger Konzepte.
2025 konnten die Teilnehmer ihre Ergebnisse in einer von drei Kategorien vorstellen. Von siebzig eingereichten Projekten wurden dreißig für den Endausscheid nominiert. In Kategorie 1 „Gärtnern im Zeichen der Gemeinschaft“ gehörten die Kleingärtnervereine „Weiße Rose“ (Rostock) und „ARONIA“ (Dresden) zu den zwölf Nominierten. In Kategorie 2 „Biodiversität und Klimawandelanpassung in Garten und Grünraum“ wurden ebenfalls zwölf Projekte nominiert und in Kategorie 3 „Trends für die Zukunft: Neues Wissen – neue Vielfalt“ sechs Projekte.
Ende November 2025 trafen sich die Vertreter der Endrundenteilnehmer in der Niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten zur festlichen Auswertungsveranstaltung. Landeshauptfrau Niederösterreichs Johanna Mikl-Leitner sagte dazu: „Mit dem ‚European Award for Ecological Gardening‘ holen wir Leuchtturmprojekte aus ganz Europa vor den Vorhang, die zeigen, wie naturnahes Gärtnern nicht nur die Umwelt stärkt, sondern auch zu einem besseren Miteinander beiträgt. Wer heute in nachhaltige Grünräume investiert, legt damit auch den Grundstein für die beste Zukunft für unsere Kinder. Besonders freut es mich, dass unter den Nominierten auch drei Projekte aus Niederösterreich sind – das zeigt, wie stark ökologisches Bewusstsein in unserem Bundesland verankert ist.“
Die Mitglieder der internationalen Jury waren: Karl Ploberger, Gartenbuchautor, Moderator, Biogärtner (AT), Katja Batakovic, Fachliche Leiterin „Natur im Garten“ (AT), Henrik Bos, Präsident European Landscape Contractors Association (F), Eliška Křížová, Leiterin Schaugarten „Kräutergarten LU & Tiree Chmelar“ (CZ), Fiona Taylor, Geschäftsführerin Garden Organic (UK) und Lutze von Wurmb, Geschäftsführer Osbahr GmbH (D). Sie wählten die dreißig vorbildhaften Projekte aus neun europäischen Ländern – Österreich, Deutschland, Italien, Tschechien, Slowakei, Großbritannien, Litauen und der Schweiz aus.
Von rechts: Wolfgang Sobotka (Nationalratspräsident a.D.), Antje Krüger (Vorsitzende KGV „ARONIA“ e. V.), Sven-Karsten Kaiser (Gartenfachberater KGV „ARONIA“ e. V.), Fiona Taylor (Vorsitzende der Fachjury), Friedrich Ofenauer (Abgeordneter zum Nationalrat) – Foto: Patrick Salfinger C „Natur im Garten“
Alle Teilnehmer der Endrunde stellten ihre Projekte vor und erhielten eine Urkunde. Nachdem in der Kategorie 1 bereits neun Urkunden vergeben worden waren, lüftete Christa Lackner, Geschäftsführerin der European Garden Association (EGA), ein Geheimnis. Neben dem Hauptpreis wurden zwei Anerkennungspreise (Recognition Awards) vergeben. Einer der Preise ging an: „Gemeinsam wachsen mit der ObstStadt Wien“ und den zweiten Preis erhielten die Dresdner Gartenfreunde vom naturnah bewirtschafteten Kleingärtnerverein „ARONIA“. Im Statement der Jury heißt es: „Im Bereich der Kleingärten ist eine ganzheitliche Gestaltung, die mehrere Gärten ökologisch miteinander verbindet, außergewöhnlich. Besonders überzeugte die Jury, dass alle Mitglieder einen gemeinsamen ökologischen Ansatz verfolgen. Dies zeigt sich in einer bemerkenswerten Vielfalt an Gestaltungselementen sowie im bewussten und nachhaltigen Einsatz von Materialien. Das Projekt steht beispielhaft für verantwortungsvolles Gärtnern, gemeinschaftliches Engagement und eine zeitgemäße, zukunftsorientierte Interpretation des traditionellen Kleingartenwesens.“ Den Hauptpreis in Kategorie 1 erhielt das Projekt: „Gosling Sike – a community hub for people and nature“ aus Großbritannien. Der Publikumspreis in dieser Kategorie ging an „Garden of the Five Elements“ aus Tschechien.
Die Sieger in Kategorie 2 waren „Forestline: A Sanitex Office Rooted in Nature“ aus Litauen (Hauptpreis), „Urbane Biodiversität und Klimaanpassung in Charlottenburg-Wilmersdorf“ und „Hortus Aquis – Trachtfliesband Dachterrasse“ beide aus Deutschland (Recognition Award) und der Publikumspreis ging an das Projekt: „Anlage eines Naturgartens nach historischen Prinzipien“ aus Tschechien.
Gewinner in Kategorie 3 war die Sinsoma GmbH aus Österreich mit dem Projekt: „DNA-Check Insektenvielfalt: Erfassen von Artenvielfalt ohne Tiere zu fangen“. Ein Recognition Award und der Publikumspreis ging in dieser Kategorie an den gemeinnützigen Verein ObstSOrtenGarten Ohlsdorf mit seinem Projekt „OSOGO -Apfelhecke“.
Den Sonderpreis des Landes Niederösterreich erhielt die Gärtnerei „GrünReich“ aus Hollabrunn (AT), einer betrieblich geführten Lehrwerkstätte für ökologischen Gartenbau, die sozial benachteiligten Jugendlichen eine fundierte, praxisnahe Ausbildung auf Augenhöhe ermöglicht unter dem Motto „Gemeinsam verwurzelt fit für die Zukunft“.
Nach der Preisverleihung trafen sich die Teilnehmenden zu einem internationalen Erfahrungsaustausch. Das war die ideale Gelegenheit, sich von den Ideen der anderen inspirieren zu lassen.
2027 wird es den nächsten Wettbewerb um den „European Award for Ecological Gardening“ geben. Neben den zahlreichen regionalen Wettbewerben im Kleingartenwesen, den Landeswettbewerben und dem Bundeswettbewerb des BKD ist der „European Award“ eine weitere gute Gelegenheit die Leistungen des Kleingartenwesens im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes darzustellen.










