LV Sachsen Aktuell

Göltzschtalverbund-Kommunen beschlossen Ende 2020 einen 100%igen Pachtzinsrücklauf

in Verbände & Vereine 15. Februar 2021

Regionalverband Göltzschtal der Kleingärtner e.V

Von Tommy Brumm (Vorsitzender RV Göltzschtal der Kleingärtner)

2 Min. Lesedauer

Die Stadt- und Gemeinderäte des Göltzschtalverbundes haben im Dezember 2020 einem 100-prozentigen Pachtzinsrücklauf für eine bedarfsgerechte Entwicklung zugestimmt. Somit steht für dringend erforderliche Rückbaumaßnahmen der Kleingärtnervereine in den Städten Auerbach, Falkenstein, Rodewisch und in der Gemeinde Ellefeld eine beachtliche Summe zur Verfügung. Damit folgten die Städte und Gemeinden des Göltzschtalverbundes dem Beispiel der Stadt Reichenbach/Vogtland, in der der Pachtzinsrücklauf zu 100 Prozent bereits im Jahr 2017 beschlossen wurde.

Beschluss für Kleingartenentwicklungskonzept gefasst

Gleichzeitig wurde im Göltzschtalverbund der Beschluss zur gemeinsamen Erstellung eines Kleingartenentwicklungskonzeptes gefasst. In den Gesprächen mit den Bürgermeistern, Fachbereichsleitern und Stadträten wurde der Wunsch geäußert, eine Bezuschussung dieser Maßnahme durch den Freistaat anzustreben. Die Bürgermeister unserer Kommunen haben sich bereit erklärt, an den Arbeitsgesprächen des LSK mit den Ministerien teilzunehmen, um auch aus ihrer Sicht die Dringlichkeit zu untermauern. Der Weg zum Pachtzinsrücklauf war lang und mit vielen Gesprächen mit Bürgermeistern, Stadträten und Fachbereichsleitern verbunden. Am Anfang stand der Wille zur Eigeninitiative in Form eines Rückbaufonds des Regionalverbandes Göltzschtal der Kleingärtner. Diesen haben die Vereinsvertreter bereits im Jahr 2016 beschlossen und klar reglementiert. Es wurde ein Vergabeverfahren entwickelt, und die Mitgliederversammlung hat eine vom Verbandsvorstand unabhängige Vergabekommission berufen.

Um die Zukunft der Kleingärten im Göltzschtalverbund zu sichern, wurde ein Beschluss zur gemeinsamen Erstellung eines Kleingartenentwicklungskonzeptes gefasst. So sehen viele Kleingärten in Kleingartenanlagen aus. Sie sollen beräumt und zurückgebaut werden. Fotos: LSK Archiv, ps

Im nächsten Schritt wurde den Kommunen in den Gesprächen verdeutlicht, dass die Eigenmittel nicht einmal ansatzweise zur Lösung des stetig zunehmenden Leerstandsproblems ausreichen, zumal der Verband nicht nur Pachtflächen auf kommunalem Land gepachtet hat und deshalb auch Rückbaumaßnahmen auf privatem Land realisieren muss.

Gemeinsamer Verantwortung gerecht werden

Derzeit ist der Wille in den Vereinen zur Eigeninitiative noch groß, aber wenn kein Signal der Hilfe kommt, wird die allgemeine Stimmung in Resignation umschlagen – und die Dinge werden ihren (ungeregelten) Lauf nehmen. Dies käme dem Ende des organisierten Kleingartenwesens in der Region gleich. Hier waren wir an dem Punkt, an dem auch die Kommunen ihrer Verantwortung gerecht werden wollen.

Bevorzugt werden Eigeninitiativen von Vereinen gefördert, und die ersten großen Rückbaumaßnahmen stehen bereits in den Startlöchern. Somit ist der Anfang jetzt gemacht!

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