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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

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Tag der Sachsen in Riesa

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29.05.2019 08:04

Der Tag des Gartens in Sachsen

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16.05.2019 10:31

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Einfach mal nichts tun …

Pflanzschnitt bei Obstbäumen, die eine Pyramidenkrone haben sollen.

Der Garten erstarrt, und die Tage sind wieder kurz. Es wird zeitig dunkel, und draußen möchten wir einfach mal nichts tun …

Oder doch noch etwas pflanzen? Ziersträucher, Obstbäume und Wildobstgehölze können jetzt noch in die Erde. Über etwas mehr Schatten werden wir in den nächsten Jahren dankbar sein! Aber auch Winterknoblauch, Blumenzwiebeln und Rosen können noch gesetzt werden. Wer ein Bauerngartenbeet gestalten möchte, kann hier jetzt noch Pfingstrosen pflanzen, es gibt viele tolle neue und alte Sorten.

Nutzen Sie die frostfreie Zeit auch noch zur Entnahme von Bodenproben für eine Grunduntersuchung. Bestimmt werden sollten wenigstens der pH-Wert und die Gehalte an Humus, Phosphor, Kalium und Magnesium. Defizite können im Frühjahr ausgeglichen werden. Fragen Sie Ihren Fachberater, wer die Proben in Ihrer Region analysiert. Vielleicht hat Ihr Verband dafür auch ein eigenes Bodenlabor zur Verfügung.

Nach den extremen Wetterlagen (Hitze, Trockenheit) sind unsere Obstgehölze sehr geschwächt. Besonders frostgefährdete Obstarten wie Aprikosen oder Pflaumen sollten daher am Stamm mit einem Weißanstrich versehen werden, um Frostrissen vorzubeugen. Diese Risse sind leider eine willkommene Eintrittspforte für verschiedene Schädlinge, Bakterien und Pilzkrankheiten.

Wenn Sie vor dem Winter die Regentonnen ausleeren – vorausgesetzt, es ist noch Wasser drin – so gießen Sie damit reichlich ihre Obst- und Ziergehölze! Besonders in tieferen Schichten besteht immer noch ein riesiges Wasserdefizit. Im kommenden Frühjahr wird dieses Wasser den Gehölzen den Start ins neue Jahr erleichtern.

Wenn Sie noch Obstbäume gepflanzt haben, dann führen Sie gleich im Anschluss den Pflanzschnitt durch! Die jungen Bäume danken es im nächsten Jahr mit kräftigem Neutrieb an den Ästen, die später einmal die Krone bilden! Dazu wählen wir drei bis fünf Seitentriebe aus, die gut am Stamm verteilt liegen (auch in der Höhe). Alle anderen Triebe entfernen wir direkt am Stamm. Die ausgewählten Triebe kürzen wir alle auf gleiche Höhe ein (Saftwaage), immer über einer Knospe, die nach außen zeigt. Abschließend kürzen wir den Mitteltrieb, er soll danach ca. 15 cm höher als die Seitentriebe sein (siehe Abbildung).

Die anderen Obstbäume jetzt bitte nicht schneiden, dafür ist der März der beste Monat. Gönnen Sie auch den Bäumen jetzt eine Pause!

Falls Sie nach guter Pflege größere Mengen Äpfel oder Birnen ernten konnten, so ist jetzt schon einmal das Obstlager zu kontrollieren – oder noch einmal umzulagern. Die Lagerung in der Gartenlaube, im Schuppen, in der Garage oder auf der Terrasse ist bei Plusgraden immer besser als im geschlossenen Gebäude. Grund dafür ist die höhere Luftfeuchte dort. Die Lagerung gelingt hier am besten, wenn die Früchte einlagig liegen und mit einer gelochten Folie bedeckt sind. Hat man weniger Früchte, so ist die Lagerung in perforierten Folienbeuteln zu empfehlen, auch im Kühlschrank.

Da im Herbst oft viele Gartenabfälle anfallen, können wir jetzt noch einen Komposthaufen aufsetzen – idealerweise windgeschützt und an einem schattigen Platz.

Oder wir machen eben einfach mal nichts. Viel Freude dabei!

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

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Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: