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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

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04.12.2017 07:43

Preisträger im Landeswettbewerb geehrt

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Die Zeit der Ruhe …

Eine Riesenmöhre mit kurioser Farbgebung aus selbst gewonnenem Saatgut (freie Abblüte). Alles ist möglich! Fotos: Krüger

Die heiße und trockene Vegetationsperiode in diesem Jahr hat den Pflanzen und uns viel abverlangt. Viele Früchte waren weit vor ihrer Zeit reif. Dennoch sollte es jetzt noch Spinat, Rucola, Kopfkohlarten, Möhren, Pastinaken, Porree, Mangold oder Feldsalat zum Ernten geben - die Winterkohlarten Rosenkohl und Grünkohl sowieso.

Wenn man am Beetrand ein paar große Möhren stehen lässt und sie zum Frostschutz mit Laub bedeckt, kann man nächstes Jahr hiervon eigenes Möhrensaatgut gewinnen. Über die Doldenblüten freuen sich außerdem viele Insekten.

Der Kompost kann jetzt gesiebt werden - oder auch nur gelockert. Auf schweren Böden hat es sich bewährt, auch grobe Kompostbestandteile in den Boden einzuarbeiten. Das verbessert die Struktur und sorgt für mehr Luft im Boden. Nicht benötigten Kompost sollten wir diesen Monat abdecken, um das wertvolle Material über den Winter vor Vernässung zu schützen.

An schönen, trockenen Tagen können wir ein letztes Mal den Rasen mähen. Die Bewegung an frischer Luft tut gut, und die Sonnenstrahlen helfen uns bei der Vitamin D-Bildung. Den Rasen mähen wir aber nicht zu flach, mit 5 cm Höhe sollte er wenigstens in den Winter gehen. Beim Mähen wird vorhandenes Laub gleich mit aufgenommen.

Nach den ersten leichten Frösten wird es höchste Zeit, die Knollen von Dahlien, Gladiolen, Canna und anderen Blumen aus dem Boden zu nehmen. Vor dem Einlagern muss alles gut abtrocknen und gekennzeichnet werden (bei verschiedenen Sorten). Das Ganze kühl und dunkel über den Winter bringen.

Es wird jetzt zeitig dunkel, und nicht nur wir kommen zur Ruhe, sondern auch die letzten abgeernteten Beete. Um eine hohe Bodenqualität zu erhalten, lassen wir Ernterückstände gleich hier liegen, bringen darauf Kompost oder Stallmist aus und decken alles mit Rasenschnitt, Stroh oder Laub ab. So bleibt der Boden fruchtbar und vor dem Winterwetter geschützt bis zur Aussaat im Frühjahr. Und die Regenwürmer haben reichlich Nahrung!

Es ist immer noch Pflanzzeit! Winterknoblauch, Blumenzwiebeln, Pfingstrosen, Rosen, Obstbäume und Beerensträucher können jetzt in die Erde. Denken Sie auch einmal über Wildobst nach. Ein bisschen mehr Schatten können viele Kleingärten vertragen. Inzwischen gibt es auch Maulbeerbüsche bzw. Maulbeerbäume in akzeptabler Größe (www.manfredhans.de). Ein sehr leckeres Naschobst - von Mai bis September!

Nach dem Pflanzen von Obstbäumen erledigen Si e gleich den Pflanzschnitt; wenn er nicht schon in der Baumschule gemacht wurde. Fragen Sie dazu Ihren Fachberater. Die jungen Bäume danken es im nächsten Jahr mit kräftigem Neutrieb! Die anderen Obstbäume jetzt bitte nicht schneiden, dafür ist der März der beste Monat. Gönnen Sie den Bäumen jetzt eine Pause, das extreme Wetter war Stress genug.

Genießen auch Sie die langen Abende und freuen Sie sich über die Ruhe und auf eine entspannte Weihnachtszeit!

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

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Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: