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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

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Der Tag des Gartens in Sachsen

Kleingartenanlagen sind bereits heute, neben Naturschutzgebieten, botanischen Gärten und wenigen......[mehr]

16.05.2019 10:31

Ein gelungener Auftakt für 170 tolle Tage

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16.04.2019 07:01

Aus der Arbeit der Arbeitsguppe „Geschichte“

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„Wie herrlich leuchtet mir die Natur!“

Um Kürbispflanzen in der ersten kritischen Zeit vor Schnecken zu schützen, hat sich das Pflanzen in einen Topf (ohne Boden) mit Schnecken-Kupferband bewährt. Foto: Krüger

Goethes Mailied beschreibt diesen Monat wunderbar. Also nichts wie raus jetzt! Es ist einfach nur schön, und die Frostgefahr sollte vorbei sein!

So können jetzt auch die wärmeliebenden Kulturen ins Freiland gesät werden: Zucchini, Gurken, Busch- und Stangenbohnen, Sommersorten von Salat und Radieschen, Chicorée, Zinnien, Sommerastern, Basilikum, Bohnenkraut, Majoran und Kapuzinerkresse. Wer einen Gartenkalender nutzt, sollte sich hier an den empfohlenen Saatterminen orientieren!

Gleiches gilt für die Pflanzung im Mai: Jetzt wollen Dahlien, Canna und Gladiolen in die Erde, und ab Mitte des Monats die Sommergemüse: Zucchini, Tomaten, Paprika und Chili, Aubergine, Kürbis und Mais.

Besonders die jungen Gemüsepflanzen sind vor Schädlingen zu schützen. Also Schnecken absammeln, Blattläuse abspritzen und Insektenschutznetze verwenden! Für Pflanzen, die uns besonders wichtig sind, investieren wir in Schneckenzäune oder Kupferbänder. Das ist appetitlicher als Schneckenkorn. Bei massenhaftem Auftreten gibt's dagegen aber auch nichts einzuwenden, solange es nur locker an der Gartengrenze gestreut ist, um eine weitere Zuwanderung von außen zu verhindern.

Auch unsere Obstgehölze brauchen Aufmerksamkeit. Apfel und Johannis-/Stachelbeeren sind jetzt auf Mehltauspitzen zu kontrollieren. Befallene Pflanzenteile können nicht wieder gesunden und bleiben eine Infektionsquelle! Daher ist ein konsequenter Rückschnitt der befallenen Triebe sehr wichtig!

Gleiches gilt für (trockene) Triebspitzen an Sauerkirsche und Aprikose, die mit Monilia-Spitzendürre infiziert wurden. Sind Sie unsicher, fragen Sie bitte Ihren Fachberater.

Auch auf eine gute Versorgung unserer Obstgehölze ist jetzt zu achten! Dazu gehört es, bei Trockenheit zu wässern bzw. mit verdünnten (1:20) Pflanzenjauchen aus Brennnessel, Beinwell oder Rhabarber zu düngen. Auf die freien Pflanzscheiben können wir zur Bodenverbesserung jetzt Ringelblumen, Tagetes, Spinat oder Kapuzinerkresse säen bzw. pflanzen.

Bevor die Fruchtstände sich auf die Erde senken, sollte das Erdbeerbeet gemulcht sein, am besten mit Stroh. Abgetrockneter Grasschnitt geht aber auch. Die Erdbeerpflanzen kontrollieren wir noch einmal auf pilzkranke Blätter und entfernen diese.

In diesem großartigen Monat bitte das Ernten nicht vergessen: erste Salate und Puffbohnen, Spinat, Rucola, Radieschen, Schnittlauch, Petersilie, Löwenzahn, Liebstöckel, Melde, Kresse, Rhabarber, Sibirische Blaubeere und natürlich auch fortlaufend die jungen Blätter für unsere Tees: Brombeere, Walderdbeere, Himbeere, Brennnessel, Minze, Melisse usw. Nach dem Trocknen haben wir auch im Herbst und Winter noch was davon.

Nach und vor der gesunden Gartenarbeit darf die Erholung nicht zu kurz kommen! Genießen Sie die Sonne und das Zwitschern der Vögel und träumen Sie von einem fantastischen Sommer - mit riesigen Erträgen!

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater


Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: