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Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

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Der Tag des Gartens in Sachsen

Kleingartenanlagen sind bereits heute, neben Naturschutzgebieten, botanischen Gärten und wenigen......[mehr]

16.05.2019 10:31

Ein gelungener Auftakt für 170 tolle Tage

Seit Ostersamstag lädt die Kleinstadt Frankenberg bis zum 6. Oktober 2019 zum Besuch der 8.......[mehr]

16.04.2019 07:01

Aus der Arbeit der Arbeitsguppe „Geschichte“

* Die Abeitsgruppe „Geschichte“ beim LSK hatte für den 6. April 2019  Chronisten und......[mehr]

So viel Leben zeigt der Garten, …

Zum Schutz vor verschiedensten Insekten (Kirschessigfliege, Asiatischer Marienkäfer u.a.), die uns den Genuss verderben können, empfiehlt sich immer mehr der Einsatz von Organza-Beuteln während der Reifezeit – hier an der kernlosen Tafeltraube ‘Himrod’. Foto: Krüger

… solange es kein Kiesgarten ist oder kein moderner Rasengarten mit etwas Bambus und Koniferen. Im Kleingarten dagegen hat das Leben noch eine Chance! Viele Insekten, Vögel und Kleintiere fühlen sich hier zu Hause. Leider auch solche, die wir lieber nicht hätten …

Zum Beispiel der Apfelwickler. Wenn wir jetzt an unreifen Äpfeln Ausbohrlöcher sehen, dann machen sich die Raupen bereits auf die Suche nach einem Verpuppungsversteck. Ideal dafür sind Wellpappgürtel! Einfach um die Baumstämme legen, und wenn die Kammern mit Raupen bzw. Puppen gefüllt sind, gleich gegen neue Gürtel austauschen! So dezimieren wir die nächste Generation dieses unscheinbaren Falters.

Die Raupen auf den Kohlpflanzen verstecken sich an den Blattunterseiten. Dort sind sie aber leicht zu sehen. Wir sammeln sie einfach ab.

Schwieriger ist die Dezimierung der Kirschessigfliege. Ihre Maden machen Früchte fast aller Obstarten ungenießbar. Um zu wissen, wann die kleinen Monster unterwegs sind, empfiehlt sich das Aufhängen von Fallen (Eigenbau oder Neudorff).

Die Kirschessigfliege ist gut von anderen Obstfliegen zu unterscheiden, sie hat an den Flügelspitzen jeweils einen dunklen Punkt. Wenn wir die ersten Exemplare nach regelmäßiger Kontrolle in der Falle finden, ist es höchste Zeit, alle schützenswerten Erträge mit Insektenschutznetzen zu verhüllen oder in Organza-Beutel zu "verpacken". Das ist ein gewisser Aufwand, dafür haben wir aber absolut gesundes Bio-Obst! Das ist im Handel nicht zu haben …

Auf frei gewordenen Flächen kann jetzt noch nachgesät werden. Versuchen Sie es einmal mit Mai- oder Herbstrüben, es gibt so viele leckere Sorten! Nach dem Auflaufen werden sie auf ca. 15 cm vereinzelt, das sorgt für eine akzeptable Größe der Rübchen. Klein geerntet schmecken sie roh am besten, und etwas größer dünstet man sie, wie anderes Gemüse auch. Bitte die Fruchtfolge beachten! Da die Rüben mit Kohl verwandt sind, am besten auf Flächen säen, auf denen vorher Bohnen, Frühkartoffeln oder Erbsen gestanden haben.

Oder wir pflanzen hier Erdbeeren. Jetzt ist die beste Zeit dafür! Auf dem Beet sollten wenigstens sechs Jahre keine Erdbeeren gestanden haben. Mit einem Reihenabstand von 60 cm und einem Pflanzabstand von 30 cm liegen wir immer richtig. Nach der Pflanzung kräftig angießen und anschließend mulchen. Die Sortenwahl ist schwierig, am besten schmecken mir immer noch die alten Bekannten ('Senga Sengana', 'Mieze Schindler'), aber nur wenige neue Sorten (z.B. 'Polka'). Aber das ist eben Geschmackssache! Für alle gilt: Wichtig ist der Kauf von Qualitätspflanzen, am besten vom Profi aus Sachsen (www.beerenobst-erdbeerpflanzen.de).

Schauen Sie mal nach Ihren Tomaten. Die Pflanzen können jetzt geköpft werden, damit bis zum Herbst noch alle Früchte ausreifen. Beim Abschneiden achten Sie bitte darauf, dass über dem letzten Blütenstand noch ein Blatt stehen bleibt. Alle Geiztriebe und mit Braunfäule befallenen Blätter werden ebenfalls entfernt.

Der Sonnenstand kündet vom baldigen Ende des Sommers. Genießen Sie diese Tage - und Ihr Bio-Obst und -Gemüse!

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

 


Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: