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Monatlicher Gartentipp - Februar 2020

Aufbruch nach der Winterstarre!


Wer nicht über ein eigenes Anzuchtbeet verfügt, kann seine Jungpflanzen auch auf der Fensterbank oder an einer anderen geschützten Stelle für das Freiland anziehen. Foto: Krüger

Nun geht es wieder richtig los, liebe Gartenfreunde! Je nach Wetterlage können wir jetzt schon die ersten Beobachtungen im Garten machen. Wenn Sie ein Gewächshaus oder Frühbeet haben, könnten ab Ende Februar die Beete für die ersten Aussaaten vorbereitet werden. Aber: Noch müssen die Beete vor Frost geschützt werden.

Saisonstart unter Glas: In Kleingewächshäusern sollte man jetzt den Boden vorbereiten. Arbeiten Sie Kompost und Gesteinsmehl unter, ziehen Sie den Boden glatt. Die Aussaat kann beginnen. Von Mitte Februar bis Anfang März Gemüsezwiebeln vorziehen. Die Aussaat auf der Fensterbank oder im Frühbeet empfiehlt sich, da die dicken Zwiebeln nicht überall zu kaufen sind. Empfehlenswerte Sorten sind ‘Exhibition’ und ‘The Kelsae’. Wegen ihres süßen Geschmacks sind sie besonders beliebt für Salate.

Frühgemüse jetzt anziehen: Wer zeitig sät, wird früh(er) ernten. Auf der hellen, aber nicht prallsonnigen Fensterbank oder im Gewächshaus können jetzt Blumenkohl, Wirsing, Kopf- und Pflücksalate ausgesät werden. Auch die Aussaat des schmackhaft en Spitzkohls muss jetzt erfolgen, wenn man ihn Ende Mai ernten will.

Alte Blütensträucher auslichten: Alle drei bis vier Jahre sollte man ausgewachsene Ziersträucher auslichten – also tote Zweige und alte, knorrige Äste direkt über dem Boden abschneiden. Auch sehr dünne, schwache Triebe sollte man entfernen.

Der Schnittzeitpunkt hängt von der Blütezeit ab. Die Frühlingsblüher kommen erst nach der Blüte an die Reihe. Schneiden Sie nur an frostfreien Tagen, da bei Frost das Holz beim Schneiden splittern kann.

Verpflanzen von Sträuchern: Sträucher, die zu groß geworden sind oder einfach am falschen Platz stehen, lassen sich durchaus auch nach einigen Jahren noch verpflanzen. Das darf aber nur bei frostfreiem Boden in der Vegetationsruhe passieren, bevor die Gehölze im März/April wieder austreiben. Achten Sie darauf, dass die Wurzeln nach dem Ausgraben auf keinen Fall austrocknen.

Eigenes Biogemüse aus dem Gewächshaus: Wer sein Gemüse im Gewächshaus heranzieht, weitet die Erntezeit entscheidend aus. Eine Fläche von rund 10 m2 genügt deshalb schon, um eine vierköpfige Familie Tag für Tag mit frischem Gemüse zu versorgen. Bereits im zeitigen Frühjahr kann man mit Radieschen, Kopfsalat und Roter Bete beginnen – vorausgesetzt, das Haus wird zumindest frostfrei gehalten.

Im Obstgarten sind jetzt die Leimringe abzunehmen. Leimringe, die man im Herbst an den Stämmen der Obstbäume angebracht hat, sollten im Februar wieder entfernt werden. Anderenfalls werden nützliche Insekten daran kleben bleiben, wenn sie am Stamm empor klettern. Kontrollieren Sie den Stamm auch ober- und unterhalb des Leimrings auf Eigelege von Schädlingen. Mit einer Drahtbürste lassen sich diese leicht abbürsten. Sie können die Ringe allerdings auch durch Spezialringe wie den „Raupen- und Ameisenleimring“ ersetzen. So schützen Sie die Obstbäume im Frühjahr vor empor kletternden Ameisen und somit vor Blattläusen.

Bei Kräuselkrankheit - jetzt spritzen! Die Kräuselkrankheit an Pfirsichbäumen wird durch den Pilz Taphrina deformans verursacht. Die Folge sind deformierte Blätter, die später absterben, und nur wenige Früchte. Wichtig ist, dass Sie die gefährdeten Bäume jetzt spritzen, während die noch geschlossenen Knospen schwellen. Spritzen Sie aber nur mit zugelassenen Mitteln. Eine zweite Behandlung erfolgt, wenn die Knospen aufbrechen.

Erik Behrens, Gartenfachberater SLK/LSK
Zertifizierter Pflanzendoktor


Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten:
Schaukasten - Februar 2020 (PDF)