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Gartenfreund Ausgabe Juni

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16.04.2019 07:01

Aus der Arbeit der Arbeitsguppe „Geschichte“

* Die Abeitsgruppe „Geschichte“ beim LSK hatte für den 6. April 2019  Chronisten und......[mehr]

08.04.2019 17:27

Vor Eröffnung der 8. Sächsischen Landesgartenschau in Frankenberg

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Lange Tage und gutes Essen!

Bei vielen Gemüsearten ist jetzt noch eine zweite Aussaat möglich, auch bei den Zuckerschoten. Foto: Krüger

Jetzt können wir viel Zeit im Garten verbringen! Die Tage sind endlos und duften nach Rosen und Holunderblüten. Und wir können nun viel gutes Essen ernten: Knackfrische Radieschen und Salate, hocharomatische Erdbeeren, den letzten Spargel und Rhabarber und die ersten zarten Puffbohnen. Da kann man nur „Guten Appetit!“ wünschen!

Auch Zuckerschoten sind jetzt eine Delikatesse, besonders, wenn man sie jung erntet. Damit man lange etwas davon hat, empfehle ich mehrere Aussaaten bis Anfang Juli. Aber auch andere Kulturen können ein zweites Mal auf freien Flächen (unter Beachtung der Fruchtfolge) eingesät werden: z.B. Kohlrabi, Buschbohnen, Möhren, Dill, einjährige Sommerblumen, Gurken und verschiedene Salate.

Nach der Ernte der frühen Süßkirschen- und Johannisbeerensorten können diese Obstgehölze gleich geschnitten werden. Bei größeren Süßkirschbäumen kann man den Schnitt auch gleich mit der Ernte kombinieren. Dabei werden im oberen Kronenbereich ganze Fruchtäste an der Basis entfernt (oder direkt vor einem Seitentrieb eingekürzt) und am Boden abgeerntet.

Kleinere Süßkirschbäume haben den Vorteil, dass man sie in der Wachstumszeit der Früchte einnetzen kann, zum Schutz gegen die Kirschfruchtfl iege. Bei größeren Bäumen kann man das auch mit einzelnen Ästen machen. Beim Schnitt der Johannisbeeren ist zu beachten, dass schwarze Sorten am einjährigen Holz und Rote, Rosa und Weiße Johannisbeeren am mehrjährigen Holz ihre Früchte tragen. Mit dem richtigen Schnitt bestimmt man so den Ertrag im Folgejahr.

Jetzt ist generell ein guter Zeitpunkt für Pflegearbeiten an unseren Obstbäumen. Haben wir im Winter zu kräftig geschnitten, zeigen sich jetzt viele einjährige Triebe an Stellen, an denen sie nicht gebraucht werden. Diese reißen wir jetzt aus, solange sie noch krautig und nicht verholzt sind. Mit dem „Juniriss“ entfernen wir gleichzeitig automatisch die schlafenden Augen, sodass ein Neutrieb an der gleichen Stelle nicht erfolgen wird. Wer seinen Obstbaum in der Höhe reduzieren möchte, sollte das ebenfalls jetzt im Sommer erledigen, der Neutrieb fällt dann wesentlich schwächer aus als bei einer Einkürzung im Winter.

Nutzen Sie das Schnittgut, um einen Reisighaufen anzulegen. Er dient Kleintieren und Insekten als Lebensraum und Überwinterungsquartier. Eine geeignete Ecke findet sich dafür immer.

Schaffen Sie sich mit den heißer werdenden Sommern etwas mehr Halbschatten im Garten. Nutzen sie die 3. Dimension für vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, z.B. für Kletterrosen und Rambler am Spalier oder Laubengang. Achten Sie auf robuste, gesunde ADR-Sorten mit einfachen oder halbgefüllten Blüten. Dann freuen sich auch unsere Insekten! Einen Überblick von tollen Sorten erhält man beim Pillnitzer Gartentag am 6. Juli!

Viele unserer Stauden können wir nach der Blüte bodennah zurückschneiden, damit sie im Spätsommer noch einmal blühen. Das funktioniert u.a. bei Rittersporn, Frauenmantel, Katzenminze, Gefülltem Hahnenfuß oder Lupinen.

Und neben der Gartenarbeit die Erholung nicht vergessen! Ich wünsche einen schönen Sommer! Mit ausreichend Regen – natürlich nur nachts!

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

 


Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: