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Sommerurlaub im Garten

Der Gemüsegarten bietet jetzt mehr als jedes Supermarktregal. Foto: Krüger

Nach einer enttäuschenden Urlaubsreise im vergangenen Jahr habe ich beschlossen, die Sommerurlaubstage 2018 im Garten zu verbringen. So brauche ich keinen Gieß- und Erntedienst zu organisieren, spare die Reisezeit und vor allem viel Geld. Im Vordergrund sollen jetzt die Erholung und Naturbeobachtung stehen. Ein bisschen Bewegung kann aber auch nicht schaden.

Es ist Erdbeerpflanzzeit (www. beerenobst-erdbeerpflanzen.de)! Es ist zu beachten, dass auf dem neuen Erdbeerbeet in den zurückliegenden Jahren keine Erdbeeren gestanden haben. Sollen im alten Erdbeerbeet die Mutterpflanzen noch ein Jahr stehen bleiben, entfernen wir hier das alte Laub und überflüssige Ausläufer. Damit die Pflanzen gut nachwachsen, ist auf ausreichende Bewässerung und gegebenenfalls eine Düngung mit einem organischen Volldünger (z.B. KleePura oder Neudorff Garten Dünger) zu achten. Das Stroh zwischen den Pflanzen ist nach der Ernte leicht in den Boden einzuarbeiten.

Mit Erbsen, Zuckerschoten, Mangold, Zwiebeln, Möhren, Tomaten, Zucchini, Buschbohnen, verschiedenen Salaten u.a. beschenkt mich der Garten jetzt in Hülle und Fülle. Da ich auch nach der Urlaubszeit frisches Gemüse essen möchte, kann ich auf den frei gewordenen Flächen noch Aussaaten für eine späte Ernte vornehmen: Gemüsefenchel, Winterrettich, Endivien, Pak Choi, Spinat, Radieschen und verschiedene Asia-Salate. Oder ich gönne den Beeten bis März eine Pause und säe Gründünger wie Buchweizen (leichte Böden) oder Ölrettich (schwere Böden).

Auch die Aussaat von Petersilie ist jetzt zu empfehlen - besonders, wenn sich der Anbau bisher schwierig gestaltet hat. Das beliebte Würzkraut kann man zu fast jedem Gericht verwenden. Wir säen entweder ein ganzes Beet oder nur eine Reihe zwischen Tomaten, Porree oder Salat. Es ist unbedingt auf die Fruchtfolge zu achten! Das heißt, dass wenigstens in den vergangenen vier Jahren am selben Standort kein Doldenblütler gewachsen sein darf - also nicht nur keine Petersilie, sondern auch keine Möhre, kein Fenchel, kein Dill usw. Bis zum Aufgehen der Saat nach ca. zwei Wochen ist die Fläche durchgehend feucht zu halten. Danach ist nur noch wenig Pflege nötig, dafür ernten wir ab Herbst! Und wenn wir die Pflanzen mit Reisig abdecken, auch den ganzen Winter!

Vergessen Sie beim Gießen nicht die Obstgehölze. Besonders in trockenen Phasen brauchen fruchtende Gehölze regelmäßig Wasser. Das wirkt sich deutlich auf die Pflanzengesundheit und natürlich auf den Ertrag aus. Beim Gießen der Gemüsekulturen sollten wir in diesem Monat die Brennnessel- (Stickstoffdünger) und Beinwelljauche (Kalium-Stickstoff) mit verbrauchen. Wir mischen 1:20 mit Gießwasser und versorgen vorrangig die Starkzehrer, z.B. Kohlarten. Auch anderer organischer Flüssigdünger ist jetzt noch sinnvoll, z.B. Neudorff BioTrissol Tomaten Dünger. Wenn es sich einrichten lässt, gießen Sie immer morgens!

In jüngerer Vergangenheit kommt es vor allem beim Beerenobst bei entsprechender Wetterlage immer wieder zu Sonnenbrand an den Früchten. Dagegen hilft das rechtzeitige Auflegen von Kulturschutznetzen zum Schattieren.

Die Wiese zwischen den Obstbäumen wartet jetzt auf die erste Mahd. Das mache ich mit der Sense. Danach kann ich dort im Heuduft meine Klappliege aufstellen und den Urlaub beginnen. Viel Spaß beim Nachmachen!

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

 



Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: