Neu!

Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.

Aktuelles:
29.05.2019 08:04

Der Tag des Gartens in Sachsen

Kleingartenanlagen sind bereits heute, neben Naturschutzgebieten, botanischen Gärten und wenigen......[mehr]

16.05.2019 10:31

Ein gelungener Auftakt für 170 tolle Tage

Seit Ostersamstag lädt die Kleinstadt Frankenberg bis zum 6. Oktober 2019 zum Besuch der 8.......[mehr]

16.04.2019 07:01

Aus der Arbeit der Arbeitsguppe „Geschichte“

* Die Abeitsgruppe „Geschichte“ beim LSK hatte für den 6. April 2019  Chronisten und......[mehr]

Jetzt oder nie!

Starkwachsende Pflanzen wie Kürbis und Mais benötigen viele Nährstoffe. Sie sind jetzt dankbar für eine Flüssigdüngung! Foto: Krüger

Plötzlich ist Hochsommer, und durch viel Licht und Wärme geht alles rasend schnell im Garten! Wenn wir nicht achtgeben, überrollen uns die Ereignisse. Besonders jetzt heißt es, den Überblick zu behalten und schnell zu reagieren! Es gibt einiges zu ernten, und viele Kulturpflanzen brauchen vielleicht unsere Hilfe.

Viele Kohlarten im Freiland, aber auch Tomaten und Gurken im Gewächshaus leiden jetzt unter der gefürchteten Weißen Fliege. Die Schädlinge saugen an Blättern und Früchten und hinterlassen klebrige Beläge. Auf diesen siedeln sich später schwarze Rußtaupilze an. Hier hilft man in den kühlen Morgenstunden mit Neudosan Obst- & GemüseSchädlingsFrei. Die befallenen Pflanzen werden von allen Seiten gründlich tropfnass eingesprüht. Die Behandlung wird nach fünf bis sieben Tagen wiederholt. Neudosan hat keine Wartezeit bis zur Ernte.

Danach kann man gegen erneuten Befall noch ein feinmaschiges Insektenschutznetz auflegen. Aber bitte auf absolute Dichtheit achten, denn die Weiße Fliege findet jede noch so kleine Lücke!

Bei stark zehrenden Gemüsearten wie Kohl, Sellerie oder Kürbisgewächsen können wir jetzt noch mit einer Flüssigdüngung helfen. Auch eine gute Gelegenheit, um unsere Brennnesseljauche zu verbrauchen, denn später wird sie nicht mehr benötigt.

Unsere Kulturpflanzen brauchen jetzt besonders viel Wasser. Gießen hilft! Die beste Zeit dafür ist vom frühen Morgen bis zum frühen Vormittag. Dann ist es noch kühl, das Wasser verdunstet nicht, und die Pflanzen gehen gut versorgt in den Tag. Auf nicht gemulchtem, offenem Boden zwischen den Pflanzen sollte kurze Zeit nach dem Gießen noch flach gehackt werden; so bleibt der Boden wesentlich länger feucht.

Auf frei gewordenen Flächen können wir jetzt Gründüngung oder auch Spätgemüse (Gemüsefenchel, Pak Choi, Chinakohl usw.) aussäen. Oder Erdbeeren pflanzen! Zu achten ist dabei auf eine gute Bodenvorbereitung durch die Zugabe von Kompost oder eines organischen Volldüngers und auf erstklassige Qualität der Jungpflanzen (www.beerenobst-erdbeerpflanzen.de)! Ebenso sollte gewährleistet sein, dass auf der Fläche seit mindestens vier Jahren keine Erdbeeren mehr gestanden haben (Fruchtfolge). Zwischen den Jungpflanzen sollte nach ordentlichem Angießen gemulcht werden, z.B. mit angetrocknetem Gras- oder Heckenschnitt.

Bei vielen Formschnitthecken ist bald der zweite Schnitt nötig. Gut, wenn man sich jetzt schon die Zeit nimmt, eine Kontrolle auf brütende Vögel durchzuführen! Im Interesse unserer Singvögel kann der Schnitt auch noch ein paar Tage warten. In dieser Zeit können wir unseren Vögeln lieber mit dem Aufstellen einer Vogeltränke helfen.

Es ist nicht einfach, die gute Mitte zu finden zwischen dem Schutz vor Sonnenbrand von Stamm, Blättern und Früchten einerseits und dem Schutz vor der Kirschessigfliege andererseits. Das lästige Insekt mag nämlich keine warmen, sonnigen Standorte zur Eiablage. Zum richtigen Sommerschnitt von Kern-, Stein- und Beerenobst fragen Sie bitte Ihren Fachberater.

Wenn allen Pflanzen und Tieren geholfen ist, bleibt genug Zeit für die Erholung im Garten! Und zum Naschen von köstlich frischem Obst und Gemüse. Genießen Sie den Sommer!

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

 



Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: