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Entspannt in den Winter …

Die Apfelsorte Ontario am Spalier. Foto: Krüger

Ein regenreiches Gartenjahr geht zu Ende. Vielerorts standen guten Erträgen bei Beerenobst, Pfirsichen und vielen Gemüsearten schlechte Ernten bei Kernobst, Kirschen und Pflaumen entgegen. Diese Verluste entstanden größtenteils durch ausgebliebene Befruchtung und Vernichtung der Ernte durch Fäulnis. Dafür hielt sich der Aufwand beim Gießen in Grenzen. So hat jedes Gartenjahr seinen einzigartigen Charakter. Über die Erfolge freuen wir uns - und ansonsten können wir natürlich immer dazulernen.

Der hohe Anteil an verfaulten Früchten unterstreicht noch einmal die Notwendigkeit von locker aufgebauten Obstbaumkronen bzw. den Vorteil von zweidimensionalen Obstspalieren. Nach Regen trocknen hier die Äste schneller ab, und Fäulnispilze haben schlechtere Lebensbedingungen. So hatte ich in diesem nassen Jahr am Spalier auch einen sehr guten Apfel-Ertrag (siehe Foto). Jetzt im Dezember beginnt die Winterschnitt-Phase - und bis März haben wir Zeit, unsere Bäume auszulichten.

Ganz so viel Zeit bleibt für das Schneiden von Reisern nicht. Wenn wir im Frühjahr z.B. einen Apfelbaum komplett umveredeln oder eine zweite Sorte auf unseren Baum bringen wollen, so können wir jetzt im Dezember nach den Feiertagen mit dem Reiserschnitt beginnen. Für die Reiser nimmt man gut ausgereifte, einjährige Triebe von gesunden Bäumen der Wunschsorte. Die Reiser werden dann bis zur Veredlung kühl bei hoher Luftfeuchte gelagert, z.B. in einer Folientüte im Kühlschrank-Gemüsefach. Sie dürfen weder antreiben noch austrocknen.

Ansonsten lassen wir es jetzt im Garten entspannt angehen. An schönen Tagen können wir bei einem Gartenbesuch noch Rosenkohl, Grünkohl, Palmkohl oder Winterporree ernten; an frostfreien Tagen auch noch Spinat, Feldsalat, Schwarzwurzel, Pastinaken, Haferwurz und die letzten Möhren. Die vielen Vitalstoffe in unserem frischen Gemüse ersparen manchen Apothekenbesuch. Mit dem Auslegen eines Vlieses über die letzten Kulturen und der Abdeckung mit Laub können wir den Boden für die Ernte noch länger frostfrei halten.

Seit 1989 ist die Zahl der Insekten in Deutschland um drei Viertel zurückgegangen - eine katastrophale Entwicklung! Insekten stehen am Anfang vieler Nahrungsketten. Wir können in unserem Garten viel dafür tun, dass dieser Trend nicht weiter anhält. Eine tolle Maßnahme ist es z.B., entspannt zu bleiben! Nicht gleich alle Wildkräuter ausmerzen, im Herbst nicht alles abschneiden und den Garten staubsaugen, sondern auch mal einen Totholzhaufen (Schnittgut) oder Laubhaufen liegen lassen. Und auch Insekten, die in der Laube überwintern, einfach mal am Leben lassen.

Vielleicht denken wir jetzt in der entspannten Zeit einmal darüber nach, was wir im nächsten Jahr für einen höheren Insektenbestand tun können. Sinnvoll sind Projekte, die sich über das gesamte Vereinsgelände erstrecken. Vom Landesverband Sachsen der Kleingärtner werden derartige Projekte auch finanziell unterstützt. Sprechen Sie doch einmal mit Ihrem Fachberater über Insekten-Nahrungspflanzen sowie Brut- und Überwinterungshilfen und schmieden Sie dahingehend Pläne fürs nächste Jahr!

Darüber hinaus natürlich nicht die Fruchtfolgeplanung vergessen! Ansonsten wünsche ich eine entspannte Zeit und glückliche sowie besinnliche Feiertage!

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

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Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: