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Aus der Arbeit der Arbeitsguppe „Geschichte“

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Vor Eröffnung der 8. Sächsischen Landesgartenschau in Frankenberg

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Ein bisschen Ordnung schadet nichts …

Ein ordentlich vorbereitetes Saatbett ist die erste Voraussetzung für reiche Erträge. Foto: Krüger

Im April könnte man im Garten alles auf einmal machen - wohl dem, der genug Zeit dafür hat! Alle anderen sollten sich gut sortieren und auf das wesentliche konzentrieren. Fehler, die wir jetzt begehen, führen zwangsläufig zu Ertragsverlusten bei frischem und gesundem Obst und Gemüse!

Wir bereiten weiter unsere Beete vor. Sie sollen locker, unkrautfrei und ausreichend mit organischem Dünger oder Kompost versorgt sein. Anschließend können wir säen oder pflanzen, z.B. Salate, Mangold, Rote Bete, Möhren, Pastinaken, Erbsen, verschiedene Kohlarten, Petersilie, Dill, Borretsch, Ringelblume, Cosmea, Gründüngung, Bienenweidemischungen. Gepflanzt werden sollte an trüben Tagen, und die frisch gesetzten Pflanzen sind schnell anzugießen!

Besonderes Augenmerk gilt den schon aufgelaufenen Gemüseaussaaten. Die jungen Pflänzchen, z.B. Möhren oder Radieschen, brauchen jetzt optimale Startbedingungen! In der Gemüsereihe entfernen wir auflaufende Wildkräuter und vereinzeln zu dicht stehende Gemüsepflänzchen. Optimal sind 3 cm Abstand zwischen den jungen Pflanzen. Stehen die Kulturen stabiler, wird der Boden zwischen den Reihen regelmäßig gelockert, am besten mit dem Sauzahn. Oder wir mulchen dort gleich mit organischem Material (Stroh, Laub, Schafwolle, Rasenschnitt, Heckenschnitt)! Das macht in der Folge weniger Arbeit, schützt den Boden und sieht genauso ordentlich aus. Ebenso auf eine ausreichende Wasserversorgung achten!

Ordnung ist jetzt auch unter den Obstbäumen wichtig. Die Baumscheiben werden frei gemacht, und anschließend kann organischer Dünger eingearbeitet werden. Wenn wir keine Probleme mit Wühlmäusen haben, empfiehlt sich anschließend eine Mulchabdeckung. Wenn wir Wühlmausgänge entdecken, dann sollten diese jetzt zerstört werden. Anschließend spülen wir mit viel Wasser wieder die Erde an die Wurzeln. Das Wasser schadet auch ohne Wühlmausgänge nicht, denn nach der Obstblüte erhöht sich der Wasserbedarf unserer Obstbäume enorm!

Gegen den Aufmarsch von Ameisen sollten nun auch noch einmal die Leimringe in Ordnung gebracht oder erneuert werden. So haben es später die Nützlinge leichter bei der Vertilgung von Blattläusen und auch anderen Schadinsekten.

Kurz vor oder nach der Blüte ist der richtige Zeitpunkt, um die Pfirsichbäume zu schneiden. Der ordnungsgemäße, richtige Schnitt beim Pfirsich ist aber etwas speziell. Ihr Fachberater hilft hier gern. Oder Sie besuchen einmal einen Obstbaumschnittkurs!

Nach der Blüte werden auch Forsythien und andere freistehende frühblühende Ziersträucher geschnitten. Dabei sollten wir das älteste Holz direkt an der Basis (über der Erde) entfernen oder über jener Stelle, an der junge Triebe aus dem Ast wachsen (auf Jungtriebe ableiten). Nach solch einem Schnitt blühen die Ziergehölze auch im nächsten Jahr wieder reich. Und so können sie sich auch ständig verjüngen und bleiben immer unter der vorgeschriebenen Höhe von 2,50 m.

Wenn das alles seine Ordnung hat, kann man mit bestem Gewissen die schönen Tage im Garten genießen. Dabei wünsche ich viel Freude! Aber vorher bei Tulpen und Narzissen noch die trockenen Blüten abschneiden!

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

 


Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: