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VOM ,,VERBAND VON GARTEN- UND SCHREBERVEREINEN" ZUM ,,LANDESVERBAND SACHSEN
KAPITEL 1
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DER SCHREBER- UND GARTENVEREINE" (1907­1921). MIT EINER RETROSPEKTIVE
114 Ebda., Nr. 42/1908, 506.
Ab der Nr. 27 (5. Juli 1908) erscheint die Zeit-
Alexander Flinsch als Schatzmeister; die drei
schrift mit einer Dachzeile, die sie als Organ
Leipziger Karl Blaich, Artur Hans und Karl
beider Verbände ausweist. Es folgt am 18. Ok-
Schultz als die jeweiligen Stellvertreter sowie
tober der bereits genannte Vortrag von Artur
der Vorsitzende des ,,Deutschen Bundes der Ver-
Hans über die Berliner Arbeitergärten.
eine für naturgemäße Lebens- und Heilweise"
Am 7. Oktober findet im Lehrervereinshaus zu
Paul Schirrmeister gewählt.
Leipzig die erste Sitzung des Zentralausschus-
In der auf der Gründungsversammlung ange-
ses statt. Im Bericht heißt es wörtlich: ,,Der
nommenen Satzung heißt es, dass der Verband
Verband deutscher Arbeitergärten hatte ent-
den Zweck verfolgt, ,,unter Mitwirkung aller
sandt: in Vertretung der Vorsitzenden Frau
Stände und unbeschadet aller politischen und
Staatsminister von Rheinbaben, Exzellenz,
religiösen Unterschiede für einen systemati-
Frau Konsul Flora Fränkel, Herrn Geheimen
schen Ausbau der Kleingartenbestrebungen in
Regierungsrat Bielefeldt als Generalsekretär
volkswirtschaftlichem Sinne zu wirken, insbe-
und Herrn Alexander Flinsch jr. als Schatzmei-
sondere durch die Volks- und Jugenderziehung,
ster. Vom Verband von Garten- und Schreber-
sowohl durch den Umgang mit der Natur als
vereinen, e. V., Sitz Leipzig, waren anwesend:
auf Grundlage der Ideen eines Dr. Schreber und
der Vorsitzende Herr Karl Blaich, Kassierer Ar-
Dr. Hauschild, neben den volksgesundheit-
tur Hans, Schriftführer Hans Lehmann, ferner
lichen und volkswirtschaftlichen Aufgaben
für die gemeinsame Verbandszeitschrift Herr
nach dem Vorbild der Arbeitergärten vom Ro-
Richard König ... Zum Geschäftsführer wähl-
ten Kreuz zu pflegen, unter Mitwirkung von
te der Zentralausschuss Herrn Geheimrat
Bielefeldt, zu dessen Stellvertreter Artur Hans.
Die Wochenschrift ,Der Schrebergärtner`, wel-
cher vom 1. Januar 1909 ab unter dem neuen
Titel ,Der Arbeiter- und Schrebergarten` Zeit-
schrift für die Kleingartenbestrebung des In-
und Auslandes erscheinen soll, wurde als offi-
zielles Organ auch für den Zentralausschuss
anerkannt und beschlossen, in beiden Verbän-
den für möglichst große Verbreitung desselben
zu sorgen." /114/ In der Ausgabe Nr. 51 (20.
Dezember) teilte der Verlag in ,,Unter neuer Flag-
ge" diesen Tatbestand auf der Titelseite mit.
Am 28. Februar 1909 erfolgte die Gründung des
,,Zentralverbandes deutscher Arbeiter- und
Schrebergärten. Als Initiator gilt Alwin Biele-
feldt, der auch 1921 zum Vorsitzenden des
,, R e i c h s v e r b a n d e s der Kleingartenvereine
Deutschlands" gewählt wurde.. Ihm zur Seite
stand Arthur Hans, der ,,Vater" des ,,Verban-
des von Garten- und Schrebervereinen", dem
zu diesem Zeitpunkt ca.40 Vereine angehörten.
In den siebenköpfigen Vorstand wurden drei
Vertreter des ,,Verbandes deutscher Arbeiter-
gärten, Berlin": Freifrau von Rheinbaben, die
Gattin des preußischen Finanzministers als
.
Vorsitzende, Geheimrat Alwin Bielefeldt als
Generalsekretär und der Berliner Kaufmann