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Wilder Monat – Wilde Kräuter

Jetzt nicht vergessen: Erdbeerbeete jäten, Pflanzen vereinzeln, düngen und eine saubere Mulchschicht auflegen! Dann steht einer reichen Ernte nichts mehr im Weg. Foto: Krüger

Der wildeste Frühlingsmonat überrascht uns mit vielen Wettern. Die schönen Tage sollten wir unbedingt für den Garten nutzen, denn nur das, was wir jetzt in die Erde bringen, werden wir auch bald ernten können. Jetzt ist superfrisches, unbelastetes Gartengemüse noch Mangelware. Diese Lücke können wir aber mit den ersten frischen Wildkräutern schließen. Auch sie enthalten die wertvollen pflanzlichen Vitalstoffe.

So gibt es in den Gärten, in denen noch Beikräuter wachsen, auch jetzt schon etwas zu ernten: Die jungen Blätter und Triebe von Brennnessel, Löwenzahn, Schafgarbe, Giersch, Beinwell, Vogelmiere, Gundermann und Sauerampfer! Giersch ist als Spinatersatz vorzüglich, und die anderen Kräuter ergeben einen würzigen Salat oder eine gesunde Einlage für Rinder-, Hühner- oder Gemüsebrühe. Ich erinnere mich gut an diese „Grüne Suppe“ als erste Vitaminbombe der neuen Gartensaison bei meiner Großmutter in den 1970er-Jahren. Genauso mache ich sie heute noch. Sehr lecker!

War im März das Wetter noch nicht geeignet, so bringen wir jetzt das Saatgut der frühen Gemüse in den Boden: Salate, Mangold, Rote Bete, Möhren, Pastinaken, Erbsen und verschiedene Kohlarten. Auch Kräuter wie Petersilie, Borretsch oder Dill säen wir jetzt aus. Und für etwas Farbe im Beet streuen wir Samen von Cosmea, Phacelia und Ringelblume über die Gemüseflächen. Möchten wir innerhalb der Fruchtfolge ein Beet ausruhen lassen, so bietet sich jetzt auch die Aussaat von Gründüngungspflanzen an (Phacelia, Lupine, Senfarten).

Ende des Monats können die Kartoffeln in die Erde. Vorsicht mit vorgekeimten Knollen, damit die Keime nicht abbrechen! Je nach Wuchsstärke der Sorte wählen wir einen Reihenabstand von 60 bis 75 cm und einen Pflanzenabstand von 30 bis 45 cm. In den Boden sollte vorher reifer Kompost eingearbeitet werden. Haben wir keinen Kompost oder verrotteten Stallmist, so empfehle ich die Zugabe eines organischen Pflanzendüngers (Neudorff Tomatendünger, KleePura, Hornspäne) gleich ins Pflanzloch und etwas mit der Erde vermischt. Besteht noch Nachtfrostgefahr, so kann die Kartoffelfläche, aber auch die Gemüseaussaatfläche, mit einem Vlies bedeckt werden.

Wer im Januar Reiser geschnitten hat, kann jetzt noch Veredlungen per Kopulationsschnitt an Apfel, Birne und Pflaume durchführen. Sobald sich die Rinde leicht vom Holz löst, können wir auch hinter die Rinde pfropfen. Damit sollten wir auch nicht zu lange warten, denn die im Januar geschnittenen Reiser werden im kühlen Lager nicht besser! Zur Durchführung der Veredlung befragen Sie bitte Ihren Fachberater oder besuchen einmal einen Veredlungskurs!

Wenn die Forsythie blüht, ist es Zeit, die Rosen abzuhäufeln und zu schneiden. Nach der Blüte werden die Forsythie und andere frühblühende Gehölze, wie das Mandelbäumchen, dann selbst geschnitten. Dabei das älteste Holz direkt an der Basis entfernen oder auf Jungtriebe ableiten. So kann man die Ziergehölze ständig verjüngen und in praktikabler Höhe halten. Ebenso unsere Pfirsichbäume sollten wir nach der Blüte kräftig zurückschneiden. Dabei ist auf einiges zu achten. Ihr Fachberater hilft Ihnen gern!

Ich wünsche viele schöne Apriltage im Garten und Guten Appetit bei den Wildkräutern!

Jörg Krüger, Landesgartenfachberater

 


Gartentipp als PDF-Dokument (DIN A4) zum Download für den Vereinsschaukasten: